Nach einer turbulenten Saison belegt UBI Holding Graz den zweiten Platz in der win2dayBDSL.
Beim dritten und letzten Finalspiel wollten die Grazerinnen noch einmal alles in die Waagschale legen, um die Finalserie noch einmal in ihre Heimatstadt zu holen. Leider ging an diesem Tag nur wenig auf. Auch wenn sie mit viel Elan in das Spiel starteten, waren die Klosterneuburgerinnen fest entschlossen, den Titel vor ihren Heimfans zu holen. Einmal mehr nahmen nicht nur die Gegnerinnen, sondern auch die Foulprobleme die beiden Topscorerinnen der Grazer Sill und Kulesha aus dem Spiel. Auch wenn das restliche Team versuchte die Scoringlast von deren Schultern zu nehmen, konnte man nur bedingt im Spiel bleiben. Nach einem ausgeglichenen 1. Viertel, nützten die Niederösterreicherinnen den zweiten Abschnitt den Vorsprung auszubauen. Wannimmer die UBI Damen eine Lösung gegen deren kompakte Defense fand, fanden die Gastgeberinnen eine passende Antwort darauf. Auch wenn man Topscorerin und späterer Finals MVP in der ersten Halbzeit noch gut aus dem Spiel nehmen konnte und nur 4 Punkte zuließ, machte das Platz für die anderen Spielerinnen auf, die ihre Chancen nur allzugerne nützten. So zogen sie bis zur Halbzeit mit +17 davon.
Die Grazerinnen mussten nun reagieren, wollte man den Abstand wieder verkürzen und zurück ins Spiel zu finden. Nachdem 22 von 44 Punkten innerhalb der Zone gescort wurden, war die Devise diese zu schließen und mit ein paar defensive Stopps wieder näher an die Gegnerinnen ranzukommen. Dies klappte nur bedingt, auf der anderen Seite fand man kaum mehr Möglichkeiten anzuschreiben, womit die Duchess den Vorsprung immer weiter ausbauen konnten. Mit einem -22 Rückstand ging es in den letzten Abschnitt. Mit dem Rücken zur Wand versuchte UBI mehr Druck im Rückfeld aufzubauen, der gewünschte Effekt eines schnellen Runs blieb jedoch aus. Zu abgebrüht agierten die Klosterneuburgerinnen, einmal mehr übernahmen Sigrid Koizar und Sina Höllerl die Verantwortung um Team und führten ihr Team zum 3. und entscheidenden Sieg in der best-of-5 Finalserie. Auch wenn das Ergebnis, angeführt von Jade Hill, noch auf 72:62 korrigiert wurde, war für die Grazerinnen in dieser Serie nichts zu holen. Herzliche Gratulation an die BK Raiffeisen Duchess, die ihre perfect season mit einem weiteren Meistertitel krönen.
Auch wenn die Enttäuschung vorerst über die verpatzte Finalserie überwiegt, darf man durchaus stolz sein, wie die Saison gemeistert wurde. Mit dem historischen Einzug in das WABA2 Final4, bei dem UBI Holding Graz erstmals seit Vereinsgründung in der Endrunde eines internationalen Bewerbs stand hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auch wenn es drauf ankommt abliefern können. Außerdem sind sie trotz der vielen Änderungen während der Saison als Team nicht auseinandergefallen, sondern nur noch näher zusammengewachsen. In den nächsten Wochen wird die vergangene Saison reflektiert und die nächste Saison geplant. Und bis dahin wird auch der Vizemeistertitel gefeiert.