Zum Auftakt der Finalserie in der win2day Women’s Basketball Superliga musste sich UBI Holding Graz auswärts den BK Raiffeisen Duchess Klosterneuburg klar mit 63:86 geschlagen geben. Die Steirerinnen liegen damit in der Best-of-Five-Serie mit 0:1 zurück.
Die Partie begann zunächst auf Augenhöhe. Im ersten Viertel konnte UBI Graz gut mithalten und zeigte sich präsent sowie konkurrenzfähig. Vor allem Jade Hill brachte entscheidenden Input in der Offensive. Doch ab dem zweiten Abschnitt übernahmen die Gastgeberinnen zunehmend die Kontrolle. Vor allem das schnelle Offensivspiel der Klosterneuburgerinnen bereitete den Grazerinnen große Probleme. Schwächen in der Transition-Defense sowie beim Rebound – insbesondere fehlendes konsequentes Ausboxen – führten zu zahlreichen zweiten Chancen für den Gegner. Auch in der Offense lief es nicht mehr richtig rund, das physische Spiel der Niederösterreicherinnen machte es schwer sich gut zu positionieren. Freie Würfe verfehlten ihr Ziel, hochprozentige Chancen unter dem Korb wurden liegen gelassen was zu einem unangenehmen -17 bis zur Halbzeitpause führte.
Auch nach der Pause zeigte sich leider ein ähnliches Bild. Den Grazerinnen fiel es schwer gegen die Verteidigung der Klosterneuburgerinnen Lösungen zu finden. Youngster Joan Oriakhi brachte in dieser Phase viel Energie aufs Feld, verletzte sich aber nach einem Foulspiel und musste in weiterer Folge mit der Rettung zum Checkup ins Krankenhaus gebracht werden. Nach dem Spiel gab es die Entwarnung: sie ist mit einer Rippenbogenprellung glimpflich davongekommen.
In der Verteidigung gelang es daraufhin phasenweise besser, das Tempo des Gegners zu kontrollieren und einfache Punkte zu verhindern. Auch im Reboundverhalten war eine Steigerung erkennbar, wodurch zweite Chancen der Klosterneuburgerinnen reduziert werden konnten. Nichts desto trotz zeigten sich die Duchess angeführt von Höllerl und Koizar weiterhin wurfstark von außen uns zogen zwischenzeitlich auf +31 davon. Im letzten Abschnitt konnten sich die Steirerinnen wieder ein bisschen aufraffen. Offensiv erspielte sich UBI Graz bessere Würfe und trat insgesamt entschlossener auf. Trotz dieser positiven Entwicklung blieb der Rückstand jedoch bestehen, da es nicht gelang, über einen längeren Zeitraum konstant Druck aufzubauen und den Abstand entscheidend zu verkürzen.
UBI-Headcoach Theresa „Resa“ Petricevic analysierte die Niederlage offen:
„Leider haben wir gestern nicht aufs Feld gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Wir konnten mit dem physischen Spiel der Gegnerinnen nur phasenweise mithalten und sind dadurch, gepaart mit einer sehr schwachen Chancenverwertung über 3 Viertel hinweg, in einen deutlichen Rückstand geraten, den wir leider nicht mehr aufholen konnten. Gestern haben wir es den Klosterneuburgerinnen zu einfach gemacht, zu Hause wollen wir uns am Sonntag vor Heimpublikum ganz anders präsentieren. Wir wissen jetzt was uns erwartet, an welchen Schrauben gedreht werden muss, um das Match auf Augenhöhe zu bestreiten.“
Nun gilt es für UBI Graz, die richtigen Lehren aus Spiel eins zu ziehen. Bereits am Sonntag bietet sich vor heimischem Publikum die nächste Chance, in der Serie auszugleichen und ein anderes Gesicht zu zeigen. Das zweite Finalspiel findet um 15:00 im Raiffeisen Sportpark statt und wird live auf ORF Sport + übertragen.