UBI Holding Graz musste sich auch im zweiten Spiel der Finalserie gegen die BK Raiffeisen Duchess Klosterneuburg geschlagen geben. Beim 58:78 zeigte das Team jedoch eine klare Reaktion auf Spiel eins und präsentierte sich über weite Strecken deutlich verbessert.

Die Grazerinnen starteten mit viel Energie in die Partie und bestimmten die Anfangsphase. Vor allem defensiv trat UBI wesentlich aggressiver auf und machte es den Gästen schwer, in ihren Rhythmus zu finden. Nach den ersten Minuten fanden die Duchess allerdings besser ins Spiel und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Ein wesentlicher Faktor war dabei die Treffsicherheit: Während Klosterneuburg sowohl aus der Distanz als auch innerhalb der Zweipunktelinie effizient agierte, ließ UBI in dieser Phase zu viele Chancen ungenutzt.

Trotzdem zeigte das Team von Coach Theresa Petricevic eine starke Reaktion. Immer wieder kämpfte sich UBI zurück und blieb im ersten Durchgang in Reichweite. Erschwert wurde die Situation jedoch durch frühe Foulprobleme von Leistungsträgerinnen wie Simone Sill und Kiki Kulesha. Dadurch war das Coaching-Team gezwungen, bereits früh Anpassungen vorzunehmen und mit veränderten Lineups zu agieren. Dennoch blieb Graz bis zur Pause voll im Spiel und ließ sich nicht abschütteln.

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild. UBI zeigte weiterhin großen Einsatz, hatte aber immer wieder kleinere Schwächephasen im Offensivspiel. Vor allem bei Freiwürfen, einfachen Layups und offenen Würfen ließ das Team wichtige Punkte liegen. Diese vergebenen Möglichkeiten nutzten die Duchess eiskalt aus: Sina Höllerl und Sigi Koizar übernahmen Verantwortung und bauten den Vorsprung konsequent aus. In der Schlussphase gelang es den Grazerinnen nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen.

Ausschlaggebend war letztlich vor allem die Wurfquote: Während die Duchess über 40 Prozent ihrer Zweipunktewürfe verwerteten, blieb UBI in diesem Bereich bei rund 25 Prozent. In anderen statistischen Kategorien wie Rebounds, Assists und Steals bewegten sich beide Teams hingegen auf Augenhöhe.

Trotz der Niederlage zog Coach Theresa Petricevic ein positives Fazit:
„Wir haben uns viel besser präsentiert als im ersten Spiel, haben als Team gekämpft. Die Wurfquote hat leider den Unterschied ausgemacht.“

Die Serie wird nun am Donnerstag, 30. April, fortgesetzt. UBI Holding Graz will an die gesteigerte Leistung anknüpfen und alles daran setzen, im nächsten Spiel den ersten Sieg in der Finalserie einzufahren.