Am Sonntag Abend kam es zum Top-Match der Woche: Tabellenerster gegen den Zweiten. UBI Holding Graz hat dabei das Nachsehen und fährt im letzten Grunddurchgangsspiel die erste Niederlage in der Liga ein.
Wie alle Aufeinandertreffen gegen die BK Raiffeisen Duchess aus Klosterneuburg versprach auch diese Begegnung Hochspannung. An der Ausgangslage für die Playoffs gab es zwar nichts mehr zu rütteln, da UBI Holding Graz schon vorzeitig den ersten Tabellenplatz fixieren konnte, trotzdem wollte man sich im ORF Sport + Livespiel keine Blöße geben und sich für die Cupniederlage revanchieren.
Die Duchess mussten auf Nationalteamspielerin Sigrid Koizar verzichten, UBI Holding Graz konnte mit dem kompletten, wenn auch seit dem Cupevent veränderten Kader antreten. Die Gäste aus Klosterneuburg legen stark vor, bei den Grazerinnen ist Simone Sill kaum zu stoppen und hält ihr Team mit 12 Punkten im ersten Viertel im Spiel. Im zweiten Viertel straucheln die Gastgeberinnen vor allem in der Transitiondefense. Auch wenn man am gestrigen Tag die Turnover minimieren konnte, nutzten die Gegnerinnen die verworfenen Distanzwürfe für schnelle Gegenangriffe. Abstimmungsschwierigkeiten und fehlende Kommunikation brachten die Steirerinnen schnell ins Hintertreffen und mit -11 ging es in die Halbzeitpause.
Die Klosterneuburgerinnen zogen im dritten Viertel auf bis zu +14 davon. Fehlende Kommunikation bei der PnR Defense und den vielzähligen Handoffs der Gegnerinnen brachten den Niederösterreicherinnen immer wieder freie Würfe, die sie eiskalt versenkten. UBI gab jedoch nicht auf und kämpfte als Kollektiv dagegen. Als Simone Sill durch hartnäckige Verteidigung besser aus dem Spiel genommen wurde, sprangen Bekki Kalaydjiev, Moni Schwarzinger und Janet Oriakhi in die Presche und hielten den Abstand konstant. Bei den Gästen schien die Ausdauer zu schwinden und die Grazerinnen mobilisierten noch einmal ihre Kräfte und starteten gepusht vom Publikum eine Aufholjagd. Eni Nizamic und Janet Oriakhi brachten ihr Team binnen 3 Minuten auf -4 an die Gegner heran und es entwickelte sich ein offener Schlagbabtausch. Die Klosterneuburgerinnen waren wieder in Schlagweite doch gerade in dieser heiklen Phase schrieben diese 2 weitere 3-Punkter an. Die Gastgeberinnen steckten jedoch nicht auf und taten alles, um das Spiel zu drehen. Schlussendlich reichte die Zeit jedoch nicht und die Niederösterreicherinnen brachten den Sieg, vor allem durch eine starke Performence von Sina Höllerl und Alexia Allesch die gemeinsam 50 Punkte anschrieben, über die Zielgerade.
Stimmen zum Spiel:
Tanja Kuzmanovic, Headcoach: „Leider konnten wir heute nur 20 Minuten lang guten Basketball zeigen. Vor allem die Defense war in der ersten Halbzeit löchrig und wir haben uns nicht von unserer besten Seite gezeigt. Wir wissen woran wir arbeiten müssen und werden uns gut auf die Semifinalserie vorbereiten.“
Simone Sill, Topscorerin: „Wir konnten heute ohne Druck einige Dinge gegen Klosterneuburg ausprobieren. Manches ist uns gelungen, vieles aber nicht. Jetzt heißt es Fehler analysieren, adaptieren und mit Fokus auf die Halbfinalserie gegen DBBC Graz vorbereiten.“
Die Semifinalspiele gegen UBSC-DBBC Graz stehen bereits fest:
SF1 Sat., 15.03. 18.00 Raiffeisen Sportpark
SF2 Sat., 22.03. 20.20 (ORF) Raiffeisen Sportpark
[SF3 Sun., 30.03. 15.00 Raiffeisen Sportpark]