UBI Holding Graz musste sich in der Neuauflage des letztjährigen Finales den BK Raiffeisen Duchess mit 70:77 geschlagen geben.

Die Grazerinnen gingen personell geschwächt in die Begegnung: Mit Simone Sill und Vanessa Schwarzmann, die verletzungsbedingt fehlten, sowie Nikolina Pelemiš, die krankheitsbedingt nicht einsatzfähig war, musste das Team auf drei wichtige Spielerinnen verzichten. Dennoch stellte sich UBI der Herausforderung und zeigte über weite Strecken eine engagierte Leistung gegen die amtierenden Meisterinnen aus Klosterneuburg.

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften um jeden Ballbesitz kämpften. UBI fand gut ins Spiel und konnte sich im ersten Viertel mit 24:21 eine knappe Führung erarbeiten. Auch im zweiten Spielabschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Grazerinnen hielten dagegen und gingen mit einer hauchdünnen 40:39-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst offen, ehe die Duchess im dritten Viertel zunehmend besser ins Spiel fanden und sich erstmals etwas deutlicher absetzen konnten. Mit einem Spielstand von 54:59 aus Sicht der Grazerinnen ging es in den Schlussabschnitt. Dort versuchte UBI weiterhin, den Rückstand aufzuholen und noch einmal Druck auf die Gäste auszuüben. Die Klosterneuburgerinnen behielten jedoch die Kontrolle und konnten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Punkte ausbauen. Trotz des Einsatzes bis zur letzten Minute gelang es den Grazerinnen nicht mehr, das Spiel zu drehen. Am Ende stand eine 70:77-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Offensiv übernahm Jade Hill mit starken 25 Punkten viel Verantwortung und war damit die erfolgreichste Werferin aufseiten der Grazerinnen. Auch Khrystyna Kulesha zeigte eine überzeugende Leistung und verbuchte neben 16 Punkten insgesamt zwölf Rebounds. Auch Eni Nizamic und Youngster Joan Oriakhi steuerten je 10 Punkte bei und leisteten damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass UBI die Begegnung lange offen gestalten konnte.

Auch wenn es am Ende nicht für einen Sieg reichte, kann die Mannschaft aus dieser Begegnung wichtige Erkenntnisse mitnehmen. Besonders angesichts der personellen Ausfälle zeigte UBI über weite Strecken eine gute kämpferische Einstellung. Gleichzeitig wurde deutlich, in welchen Bereichen noch Potenzial liegt, um sich gegen Teams auf diesem Niveau durchzusetzen.

Headcoach Resa Petricevic zum Spiel:

„In Anbetracht unseres dezimierten Kaders können wir mit dem Outcome gegen die amtierenden Meisterinnen zufrieden sein. Trotzdem wissen wir, dass mit einer besseren defensiven Leistung mit Sicherheit auch mehr drinnen gewesen wäre.“