Ein starker Kampf in der zweiten Halbzeit wird gegen Kos Celovec nicht belohnt.
Bei ihrem Auswärtsspiel gegen Kos Celovec musste sich unser BD2L-Team knapp mit 54:50 geschlagen geben. Am Ende stand zwar eine Niederlage auf der Anzeigetafel, aber eine Leistung, auf die die Mannschaft trotzdem stolz sein kann.
Die Partie begann alles andere als ideal. Wir kamen nur schwer ins Spiel, wirkten etwas träge und ließen den Gegner zu leicht punkten. Kos nutzte das konsequent aus: Immer wieder fanden sie freie Werferinnen, bewegten den Ball gut und trafen hochprozentig von außen wie aus der Mitteldistanz. Defensiv waren wir einen Schritt zu spät, die Rotation passte nicht wie geplant – folgerichtig ging es mit einem 40:26-Rückstand in die Kabine.
In der Halbzeit wurden dann sehr konkret die Probleme analysiert: In der Besprechung ging es vor allem um defensive Anpassungen und den richtigen Umgang mit der Zonenverteidigung von Kos. Genau diese Justierungen zeigten nach dem Seitenwechsel Wirkung.
Wir verteidigten nun deutlich aggressiver, ließen keine einfachen Würfe mehr zu und zwangen die Gegnerinnen zu schwierigeren Abschlüssen. Gleichzeitig fanden wir im Angriff bessere Lösungen gegen die Zone: mehr Geduld, bessere Ballbewegung, klügere Entscheidungen. So arbeiteten wir uns Punkt für Punkt heran und brachten Kos sichtbar aus dem Rhythmus.
Das Spiel wurde im Schlussabschnitt zu einem echten Krimi. Unser Team war nun voll da, verteidigte mit viel Herz und kämpfte sich nach dem hohen Rückstand beeindruckend zurück. Am Ende fehlten nur wenige Aktionen, ein, zwei Würfe oder ein Rebound, um das Spiel komplett zu drehen.
Trotz der 54:50-Niederlage überwiegt der Stolz auf die Mannschaft. Sie hat nie aufgegeben, bis zur letzten Sekunde alles gegeben und Charakter bewiesen. Auf dieser zweiten Halbzeit lässt sich aufbauen – mit derselben Energie von Beginn an wird der Lohn beim nächsten Mal hoffentlich ein Sieg sein.