Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte nahm UBI Holding Graz an einem internationalen Endturnier teil und sammelte wertvolle Erfahrungen.
Am vergangenen Wochenende nahm das Damen-Basketballteam von UBI Holding Graz am WABA Final Four in Slavonski Brod (Kroatien) teil. Neben UBI kämpften auch die Teams Brod na Savi (Kroatien), Ilirija (Slowenien) und Maribor (Slowenien) um den Titel.
Im Halbfinale am Samstag traf UBI auf den klaren Favoriten Brod na Savi. Die Grazerinnen wussten, dass eine große Herausforderung bevorstand, gingen jedoch hochmotiviert ins Spiel. Bereits im Vorfeld musste UBI auf eine wichtige Stütze verzichten: Moni Schwarzinger fiel krankheitsbedingt aus.
Das erste Viertel begann solide und ausgeglichen, doch in den letzten Minuten setzte sich Brod na Savi deutlich ab. Vor allem Ugass und Jackson sorgten offensiv für große Probleme, sodass es nach zehn Minuten bereits 21:8 stand.
Noch schwerer wog der nächste Rückschlag: Nach kurzer Spielzeit verletzte sich auch Simone Sill – MVP und Topscorerin der regulären Saison. Ohne zwei Schlüsselspielerinnen kämpfte UBI weiter, konnte dem starken und erfahrenen Gegner jedoch nicht dauerhaft Paroli bieten. Brod na Savi dominierte die Partie und gewann verdient mit 83:46.
Am Sonntag ging es für UBI im Spiel um Platz drei gegen Maribor. Trotz der schwierigen personellen Situation wollte das Team noch einmal alles geben.
Maribor startete furios und eröffnete das Spiel mit einem 9:0-Lauf. UBI tat sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden, ehe Jade Hill nach über fünf Minuten die ersten Punkte von der Freiwurflinie erzielte. Kurz darauf brachte sie ihr Team mit zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen zurück ins Spiel. Auch Khrystyna „Kiki“ Kulesha fand zunehmend ihren Rhythmus, sodass UBI nach dem ersten Viertel näher herankam.
Dennoch gelang es Maribor, angeführt von Steharnik und Stojko, den Vorsprung zu verteidigen und bis zur Halbzeit auf zehn Punkte auszubauen (19:10).
Im dritten Viertel schwand die Hoffnung auf eine Wende: Zu viele Ballverluste auf Seiten von UBI ermöglichten Maribor die Kontrolle über das Spiel. Der Rückstand wuchs weiter, und auch im Schlussviertel gelang keine Aufholjagd mehr. Am Ende musste sich UBI mit 48:71 geschlagen geben.
Auch wenn es nicht für eine Medaille reichte, kann UBI Holding Graz stolz auf das Erreichte sein. Mit dem Einzug ins Final Four schrieb das Team Geschichte: Erstmals war ein österreichischer Klub in dieser Phase der WABA vertreten – ein bedeutender Meilenstein.
Zusätzlich durfte sich UBI über individuelle Auszeichnungen freuen:
Simone Sill wurde als MVP der regulären Saison sowie als Topscorerin ausgezeichnet.
Khrystyna Kulesha schaffte den Sprung in das All-Star-Five-Team des Turniers.
Das Final Four war für UBI Holding Graz eine wertvolle internationale Erfahrung. Trotz der schwierigen Umstände und Verletzungen hat das Team großen Einsatz gezeigt und sich auf höchstem Niveau präsentiert. Der vierte Platz sowie die individuellen Ehrungen unterstreichen die starke Saison und machen Mut für die Zukunft.