Im Topspiel der Runde setzten sich die Grazerinnen bei den Basket Flames mit 74:68 durch und bestätigten damit ihre starke Form kurz vor Beginn der Playoffs.
UBI erwischte den deutlich besseren Start in die Partie. Von Beginn an bestimmten die Steirerinnen das Tempo und fanden schnell ihren Rhythmus in der Offensive. In den ersten acht Minuten gingen sämtliche Punkte auf das Konto von Simone Sill und Khrystyna Kulesha, die unter dem Korb und aus der Distanz kaum zu stoppen waren. Trotz dieser starken Phase blieben die Wienerinnen stets in Schlagdistanz und verkürzten zum Ende des ersten Viertels auf 21:29.
Im zweiten Abschnitt stellten die Basket Flames die Grazerinnen mit aggressiver Defense vor größere Probleme und arbeiteten sich zeitweise bis auf drei Punkte heran. In dieser Phase übernahm Jade Hill viel Verantwortung im Spielaufbau und sorgte dafür, dass UBI offensiv wieder mehr Struktur bekam. Gleichzeitig stabilisierte sich die Grazer Defense, wodurch die Steirerinnen kurz vor der Halbzeit noch einmal einen kleinen Lauf starten konnten. Mit einer verdienten 48:37-Führung ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel war vom offensiven Feuerwerk der Anfangsphase zunächst wenig zu sehen. Beide Teams hatten ihre Verteidigung besser eingestellt, wodurch es mehrere Minuten dauerte, bis wieder Punkte fielen. Erst nach knapp drei Minuten gelang der erste Korb, und nach über vier Minuten erlöste Kapitänin Anja Knoflach ihr Team mit einem wichtigen Jumper. Die Flames blieben jedoch hartnäckig und verkürzten immer wieder durch erfolgreiche Distanzwürfe und viel Einsatz unter dem Korb. Zwar erzielten die Grazerinnen im dritten Viertel nur elf Punkte, doch eine solide Defense, die lediglich 14 Zähler zuließ, sorgte dafür, dass UBI mit einer Acht-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt ging.
Im letzten Viertel übernahm Simone Sill endgültig das Kommando. Mit mehreren Treffern aus verschiedenen Positionen baute sie den Vorsprung der Grazerinnen rund sechseinhalb Minuten vor Spielende auf komfortable 16 Punkte aus. Doch die Basket Flames gaben sich nicht geschlagen und starteten noch einmal eine energische Aufholjagd. Angetrieben von ihrem Publikum verkürzten die Wienerinnen zweieinhalb Minuten vor Schluss auf 66:70 und machten die Partie noch einmal spannend. In der entscheidenden Phase bewahrte UBI jedoch die Nerven: Nikolina Pelemis traf zwei wichtige Würfe und besiegelte damit den 74:68-Auswärtssieg für die Grazerinnen.
Überragende Spielerin der Partie war Simone Sill, die mit 24 Punkten und beeindruckenden 20 Rebounds ein dominantes Double-Double auflegte. Auch Khrystyna Kulesha überzeugte mit 20 Punkten, während bei den Flames Laetitia Schumacher mit 18 Zählern dagegenhielt.
Simone Sill zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Ergebnis, sah aber auch noch Verbesserungspotenzial: „Im vorletzten Spiel der regulären Saison konnten wir einen Auswärtssieg gegen die Flames einfahren. Obwohl wir das Spiel dominieren sollten, fiel es uns durch mangelhafte Defense schwer, einen komfortablen Vorsprung auszubauen und zu halten. Für die anstehenden Playoffs muss es das Ziel sein, unsere Favoritinnenrolle klarer aufs Parkett zu bringen.“
Während UBI Holding Graz mit dem Sieg weiter Selbstvertrauen für die bevorstehenden Playoffs sammelt, bleibt der Kampf um den dritten Tabellenplatz spannend. Die Basket Flames müssen nun im letzten Spiel gegen Tabellenschlusslicht Vienna United gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage der DBB Wels gegen Tabellenführer BK Raiffeisen Duchess hoffen, um Rang drei noch zu sichern.
Vorerst gehen allerdings alle Teams in die Nationalteampause. Während Khrystyna Kulesha für das Team aus der Ukraine aufläuft, kämpfen Simone Sill und Anja Knoflach auch im 2. Nationalteamwindow für Österreich um die EM-Qualifikation. Janet Oriakhi musste aufgrund ihrer Knöchelverletzung für diesen Lehrgang leider absagen, nützt jedoch die Pause, um weiter an ihrem Comeback zu arbeiten.
Nach der Ligapause geht es vole in das WABA2-Final4, wo im Halbfinale das starke Team von Brod na Savi wartet, die gerade in Kroatien Maß aller Dinge sind. Am 21. und 22. März kämpfen unsere Damen eben dort um die allererste internationale Medaille in der 16-Jährigen Vereinsgeschichte.