In der Unionhalle setzte es für unser Team eine Niederlage gegen Eisenstadt. Am Ende stand zwar kein Happy End, aber doch ein Spiel, aus dem sich viel mitnehmen lässt – vor allem, was Konstanz über 40 Minuten betrifft.
Der Start in die Partie war vielversprechend. Mit guter Einstellung, klarer Konzentration und viel Energie fanden wir gut ins Spiel. In der Defense wurde aufmerksam gearbeitet, im Angriff nutzten wir unsere Vorteile und konnten uns im ersten Viertel phasenweise leichte Vorteile erspielen. Man merkte: Der Gameplan war da, die Köpfe waren bereit.
Dann schlichen sich die ersten Unachtsamkeiten ein. Einige kurze Konzentrationslücken reichten, um Eisenstadt zu einfachen Punkten einzuladen. Gleichzeitig leisteten wir uns im Angriff Fehler, die sofort bestraft wurden: Ballverluste und überhastete Aktionen ermöglichten den Gästen Fastbreaks und damit zu viele leichte Zähler. So kippte das Momentum langsam auf die Seite der Gegnerinnen.
Im zweiten Viertel stimmte zumindest die Haltung weiterhin. Die Mannschaft verteidigte mit guter Energie, half einander aus und blieb körperlich präsent. Dank dieser Defensivleistung blieben wir im Spiel und verhinderten, dass Eisenstadt sich bereits vor der Pause deutlich absetzen konnte. Offensiv war es zwar kein Feuerwerk, aber der Einsatz in der Defense hielt uns im Rennen.
Nach der Halbzeit zeigte sich dann jedoch das große Thema des Abends: Unsere Energie reichte nicht über die kompletten 40 Minuten. Im dritten Viertel fanden die Gegnerinnen immer wieder Wege zum Korb oder zu offenen Würfen und punkteten mit relativ großer Leichtigkeit. Wir dagegen taten uns zunehmend schwer, gute Abschlüsse zu kreieren – und wenn wir einmal zu klaren Würfen kamen, wollten diese einfach nicht fallen.
Eisenstadt nutzte diese Phase konsequent, baute sich einen komfortablen Vorsprung auf und spielte diesen mit Routine zu Ende. Unsere Versuche, noch einmal zurückzukommen, wurden zwar mit Einsatz geführt, doch es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss, um den Druck wirklich noch einmal zu erhöhen. So verwalteten die Gäste ihre Führung bis zur Schlusssirene.
Unterm Strich steht eine verdiente Niederlage, aber auch die Erkenntnis: Wenn Einstellung und Fokus wie zu Beginn des Spiels über vier Viertel gehalten werden können, ist vieles möglich. Jetzt gilt es, genau daran zu arbeiten – Konstanz, klare Entscheidungen im Angriff und Fehlervermeidung – damit wir uns beim nächsten Mal für den guten Einsatz auch mit einem Sieg belohnen.