UBI Holding Graz schreibt Vereinsgeschichte und zieht mit einem starken Turnierwochenende in Banovići ins Final4 der WABA 2 ein.

Mit zwei überzeugenden Siegen katapultierten sich die Grazerinnen vom unteren Tabellenmittelfeld unter die besten vier Teams der Women’s Adriatic Basketball Association.

Den Grundstein legte UBI am Samstag gegen das junge, aggressive Team aus Podgorica. Von Beginn an präsentierten sich die Steirerinnen fokussiert und defensiv kompakt. Die Grazerinnen ließen lediglich 4 Punkte der Gegnerinnen zu, während sie 14 scorten. Auch im zweiten Viertel konnten sie die Führung ausbauen und konnten zwischenzeitlich sogar mit 22 Punkten davonziehen. Die Gegnerinnen kämpften sich immer wieder zurück aber konnten nie auf unter 12 verkürzen. Angeführt von einer überragenden Khrystyna Kulesha, die mit 17 Punkten, 10 Rebounds und 4 Assists ein starkes Double-Double auflegte, kontrollierten die Grazerinnen das Spielgeschehen. Moni Schwarzinger steuerte 15 Punkte bei, während Eni Nizamic mit 10 Punkten ebenfalls zweistellig anschreiben konnte. Durch konsequente Defense, schnelles Umschaltspiel und dominantes Rebounding ließ UBI nichts mehr anbrennen, gewann alle 4 Viertel für sich und sicherte sich einen souveränen 68:46-Erfolg.

Damit kam es am Sonntag zum alles entscheidenden Showdown um den letzten Final4-Platz – und ausgerechnet zum österreichischen Derby gegen die BK Raiffeisen Duchess aus Klosterneuburg. Von Beginn an war spürbar, dass UBI dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Mit enormer Energie, kluger Spielkontrolle und starker Defense erspielten sich die Grazerinnen bereits zur Halbzeit eine komfortable +18-Führung. Zwar kämpften sich die Duchess noch einmal heran, doch UBI blieb stabil, bewies in den entscheidenden Phasen Nervenstärke und versenkte die wichtigen Würfe zur richtigen Zeit.

Simone Sill war mit 20 Punkten kaum zu stoppen und setzte wichtige Akzente in der Offensive. Khrystyna Kulesha bestätigte ihre starke Form und verbuchte mit 12 Punkten und 11 Rebounds erneut ein Double-Double. Auch Moni Schwarzinger überzeugte erneut mit 15 Punkten und traf über das gesamte Turnier starke 50 Prozent ihrer Dreipunktewürfe. Der verdiente 67:55-Erfolg bedeutete nicht nur den ersten Sieg gegen Klosterneuburg seit über eineinhalb Jahren, sondern auch den historischen Einzug ins Final4 eines internationalen Bewerbs.

Headcoach Boris Virag zeigte sich nach dem Wochenende stolz auf sein Team: „Das war ein super Turnier für uns. Das erste Spiel haben wir gegen ein junges, aber sehr aggressives Team gewonnen. Im österreichischen Derby haben wir eine großartige erste Halbzeit gespielt, konnten auch in der zweiten Halbzeit konzentriert bleiben und haben uns 40 Minuten gut präsentiert, was zu einem Sieg gegen die Duchess geführt hat. Ich bin wirklich stolz auf das Team, dass wir das Final4 der WABA2-Liga erreicht haben.“

Auch Simone Sill betonte die Bedeutung dieses Erfolgs: „Wir sind stolz, dass wir den letzten Platz im WABA Final4 fixieren konnten. Durch schönes Teamplay und guten defensiven Effort konnten wir endlich den Bann gegen unsere Erzrivalinnen brechen. Das gewonnene Selbstbewusstsein nehmen wir mit nach Österreich, um uns sowohl auf das internationale Final4 als auch auf die nationalen Playoffs vorzubereiten.“

Mit dem Einzug ins Final4 reiht sich UBI Holding Graz nun unter die vier besten Teams der WABA 2 ein – gemeinsam mit Brod na Savi (CRO), Ilirija (SLO) und ZKD Maribor (SLO). Ein historischer Erfolg, der zeigt, welches Potenzial und welche Entwicklung in diesem Team stecken.

Vorerst geht es für die Grazerinnen jedoch in der win2day BDSL weiter. Am 07.03. treffen sie auswärts auf die Basket Flames, die noch um den 3. Tabellenplatz kämpfen. Für UBI Holding Graz hat der Ausgang des Spiels keinen Einfluss mehr auf die Platzierung. Trotzdem möchte man um 15:30 in der Stadthalle Wien an der steilen Formkurve anknüpfen und durch einen weiteren Sieg den Aufwärtstrend bestätigen.