Im Semifinale gegen die BK Raiffeisen Duchess hatte UBI Holding Graz leider das Nachsehen und verliert mit 83:79.

UBI startet schwach ins erste Viertel – diese „Aufwachphase“ nützen die Duchess eiskalt aus, um mit 8:0 in Führung zu gehen. Headcoach Boris Virag bringt mit Nika Cic und Moni Schwarzinger mehr Power in der Defense aufs Feld und die Grazerinnen kommen etwas in die Gänge, können auf 8:5 verkürzen. Trotzdem wird das Spiel, vor allem in der Offense verkrampft, die Herzöginnen nehmen Topscorerin Simone Sill geschickt mit einer engen Defense aus dem Spiel, den Grazerinnen fällt es schwer sich zu adaptieren. In der Defense versuchen sie vor allem die starken Werferinnen Höllerl und Matzka aus dem Spiel zu nehmen, was einerseits aufgrund von Konzentrationsschwächen nicht immer klappt und andererseits den anderen Spielerinnen viel Platz im 1 gegen 1 gibt. So sind die Duchess gefühlt immer einen Schritt voraus, auch wenn die Grazerinnen es schaffen den Abstand im Rahmen zu halten, wissen alle, dass noch viel Platz nach oben wäre.
Das zweite Viertel startet denkbar schlecht für UBI Holding Graz, schon nach 40 Minuten ist die Teamfoulgrenze erreicht, nach 1 Minute stehen die Duchess beim bereits 6. Teamfoul auf der Freiwurflinie. Auch wenn an dem Tag in der Offense wirklich nicht viel rund läuft, hält eine großartig spielende Jade Hill ihr Team im Rennen und sie gehen mit vertretbaren -8 in die Halbzeitpause.
Auch wenn die Offense in der zweiten Halbzeit etwas besser läuft, finden die Duchess auf alle Punkte der Grazerinnen eine passende Antwort. Der Rückstand pendelt also immer zwischen 6 und 13 Punkten. Im letzten alles entscheidenden Abschnitt baut Sina Höllerl die Führung auf 15 Punkte aus, das Spiel scheint von außen gelaufen. Janet Oriakhi leitet mit einem erfolgreichen Abschluss und einem erfolgreichen And1 die Aufholjagd ein. Der Schlüssel des Comebacks war aber auf jeden Fall die Defense. Stopp nach Stopp arbeiteten die Steirerinnen aus dem Rückstand zurück und hielten sich in schlagbarer Reichweite. Eine kurze Unaufmerksamkeit nützte Nika Cic für ein Layup und bringt ihr Team nicht mal 2 Minuten vor Schluss auf 5 Punkte heran. Sigrid Koizar, die ihr Team leitet und in wichtigen Phasen, wie auch dieser ihr Team darf immer wieder an die Freiwurflinie und bleibt dort perfekt. Jade Hill bringt ihr Team mit einem 3er und 2 getroffenen Freiwürfen auf 2 Punkte heran. Ein ganz wichtiger defensiver Stopp bei 22 Sekunden ermöglicht den Grazerinnen sogar noch die letzte Offense und den Gamewinning 3er auf der Hand – leider geht dieser „in-and-out“, beim Gerangel um den Rebound wird den Klosterneuburgerinnen der Ball zugesprochen, auch die Coacheschallenge konnte das nicht revidieren, sie werden noch einmal an die Linie geschickt. Sigi Koizar verwandelt abgebrüht beide Freiwürfe und macht somit den Sack für die BK Raiffeisen Duchess zu, die zum 8. Mal in Folge verdient ins Cupfinale einziehen, wo sie auf die Basket Flames aus Wien treffen.

Statistik: https://basketballaustria.at/spielplan?%7Ew=f%7EeJwljDkKAzEMAL-yqI7Ah3ylyx_yAUuKYCGdXSXk70FsOcMwX1hwPyBrzKWaYSdKGKMF7C0Idq5TqrbCrHA74O2xvvDxdPo4rT33ufYpy5W5YgmzKClqCXTdRuSBNFLqzTR3Yfj9AZkMH90