Gegen eine körperlich überlegene Mannschaft konnte UBI einen 55:52 Zittersieg einfahren.

Am Sonntag, 23.11. um 16:30 Uhr, empfing UBI Graz in der Unionhalle B die bislang noch sieglosen, aber körperlich klar überlegenen und sehr groß gewachsenen BBU Salzburg. Die Ausgangslage war damit klar: Boxout und Rebounding mussten der Schlüssel sein – doch genau daran haperte es in Halbzeit eins massiv.

UBI kam nie richtig in die gewünschte Physis und Konsequenz beim Defensivrebound. Salzburg nutzte das eiskalt aus: 20 Offensivrebounds allein in der ersten Halbzeit sorgten für unzählige zweite Chancen – 12 von 24 Salzburger Punkten resultierten direkt aus diesen Extra-Possessions. Zusätzlich schickten die Grazerinnen die Gegnerinnen immer wieder unnötig an die Freiwurflinie, wo Salzburg weitere 10 Punkte bis zur Pause sammelte.

Auf der anderen Seite tat sich UBI im Angriff schwer, ins Rollen zu kommen. Im 5-gegen-5 war die Zone „zugeparkt“, von außen fielen zu wenige Würfe, um das Feld zu öffnen. Und statt über Tempo zu einfachen Punkten zu kommen, agierten die Grazerinnen phasenweise zu langsam, wodurch auch der erhoffte Fastbreak kaum zustande kam.

Trotzdem ging UBI mit einem knappen 1-Punkt-Vorsprung in die zweite Halbzeit – und wusste ganz genau, was besser werden musste. Das gelang nur teilweise: Beim Rebounding wurde zwar besser gearbeitet, doch defensiv ließ man Salzburg nun öfter unbeirrt Richtung Korb gehen. Offensiv war es ein ähnliches Bild: UBI suchte weiterhin häufig den Abschluss von außen, statt die eigene Stärke – Schnelligkeit und Aggressivität – konsequenter auszuspielen.

So entwickelte sich ein echter Krimi, der bis in die letzten Sekunden offen blieb. 40 Sekunden vor Schluss lag Salzburg noch mit vier Punkten vorne – doch UBI zeigte große Nervenstärke, blieb dran und zog das Spiel an der Freiwurflinie auf die eigene Seite. Mit starken Stops, wichtigen Punkten in der Crunch-Time und der nötigen Coolness holte sich UBI ein Spiel zurück, das zwischenzeitlich fast verloren schien.